Welcher Mazda CX-5-Motor passt zu dir?

Malte Breuer .

3. Oktober 2026

Der Motorraum eines roten Mazda CX-5. Welcher Motor ist der beste? Hier sehen Sie den sauberen Motor, bereit für die Straße.

Beim Mazda CX-5 entscheidet nicht allein die PS-Zahl darüber, welcher Motor wirklich passt. Ich vergleiche die Benziner, Diesel und die aktuelle dritte Generation und zeige, welche Variante bei Kurzstrecken, langen Autobahnfahrten, hoher Laufleistung oder Anhängerbetrieb sinnvoll ist. Dazu kommen die typischen Schwachstellen, auf die ich beim Gebrauchtwagenkauf besonders achten würde.

Der beste CX-5-Motor hängt vom Einsatz ab

  • Beste Allround-Wahl gebraucht: der Skyactiv-G-Benziner mit 165 PS.
  • Mehr Kraft und Komfort: der 2,5-Liter-Benziner mit 194 PS und Allradantrieb.
  • Diesel nur für Vielfahrer: sinnvoll bei vielen langen Strecken, nicht bei überwiegender Kurzstrecke.
  • Neuwagen 2026: Der aktuelle CX-5 nutzt einen 2,5-Liter-e-Skyactiv-G mit 141 PS und Mildhybrid-Technik.
  • Wichtiger als die Motorleistung: lückenlose Wartung, nachvollziehbare Kilometer und eine saubere Probefahrt.

Mazda CX-5 Motorraum mit SKYACTIV TECHNOLOGY. Welcher Motor ist der beste? Hier sehen Sie den Motor eines Mazda CX-5.

Welche Motoren im Mazda CX-5 zur Auswahl stehen

Beim CX-5 muss man zwischen drei Generationen unterscheiden. Die erste Baureihe KE wurde ab 2012 angeboten, die zweite Generation KF kam 2017 und lief in Deutschland bis 2025. Seit 2025 steht die dritte Generation bei den Händlern, deren Motorenangebot deutlich übersichtlicher ausfällt.

Baureihe Typische Motoren Charakter
CX-5 KE, 2012 bis 2017 2.0 Benziner, 2.5 Benziner, 2.2 Diesel Gebraucht oft günstig, Diesel sorgfältig prüfen
CX-5 KF, 2017 bis 2025 2.0 Benziner mit 165 PS, 2.5 Benziner mit 194 PS, 2.2 Diesel mit 150 oder 184 PS Reifste Auswahl für den Gebrauchtkauf
CX-5, dritte Generation 2.5 e-Skyactiv-G mit 141 PS Komfortabel, aber nicht besonders kräftig

Die Mazda-Benziner sind klassische Saugmotoren. Das bedeutet, dass sie ohne Turbolader auskommen und ihre Leistung gleichmäßig aufbauen. Ich mag diese Konstruktion im Alltag, weil sie technisch vergleichsweise überschaubar ist. Dafür muss man beim Überholen öfter zurückschalten oder höher drehen.

Der aktuelle 2,5-Liter-e-Skyactiv-G mit 141 PS wird von einem 24-Volt-Mildhybridsystem unterstützt und stellt 238 Nm Drehmoment bereit. Im ADAC-Test lag der Verbrauch bei 7,3 Litern Super auf 100 Kilometer. Für entspanntes Reisen reicht das, sportliche Reserven bietet der rund 1,7 Tonnen schwere SUV jedoch nur begrenzt.

Welcher Motor ist beim Mazda CX-5 der beste

Meine klare Empfehlung für die meisten Gebrauchtkäufer ist der 2.0 Skyactiv-G mit 165 PS. Er ist nicht der schnellste Motor, passt aber gut zum Charakter des CX-5 und verursacht normalerweise weniger komplexe Folgekosten als ein Diesel. Wer überwiegend Stadt, Landstraße und gelegentliche Autobahn fährt, bekommt damit das stimmigste Gesamtpaket.

Motor Stärken Schwächen Geeignet für
2.0 Skyactiv-G, 165 PS Robust, kultiviert, überschaubare Technik Bei voller Beladung etwas träge Familie, Alltag, gemischte Nutzung
2.5 Skyactiv-G, 194 PS Mehr Durchzug, angenehme Leistungsreserven Höherer Verbrauch, meist teurer Autobahn, Anhänger, AWD-Fahrer
2.2 Skyactiv-D, 150 oder 184 PS Viel Drehmoment, niedriger Verbrauch auf Langstrecken DPF-, AGR-, Sensor- und Turborisiken Vielfahrer mit langen Strecken
2.5 e-Skyactiv-G, 141 PS Modern, komfortabel, Mildhybrid Wenig Durchzug für die Fahrzeuggröße Neuwagenkäufer mit ruhigem Fahrstil

Der 2.5 Skyactiv-G mit 194 PS ist für mich die bessere Wahl, wenn regelmäßig vier Personen, Gepäck oder ein Anhänger bewegt werden. Er fühlt sich auf der Autobahn deutlich entspannter an als der 2.0-Liter. Der Mehrverbrauch liegt je nach Fahrprofil oft bei ungefähr 1 bis 2 Litern pro 100 Kilometer, was man beim Kauf bewusst einkalkulieren sollte.

Der aktuelle 141-PS-Motor ist dagegen kein Geheimtipp für sportliche Fahrer. Der ADAC kritisierte im Test den schwachen Durchzug und einen Verbrauchsvorteil, der gegenüber modernen Turbobenzinern nicht klar ausfiel. Für Komfort und ruhiges Cruisen passt er, für häufige Überholmanöver mit voller Beladung würde ich eher einen gut erhaltenen 194-PS-Gebrauchten wählen.

Benziner oder Diesel für den deutschen Alltag

Die Entscheidung hängt stärker vom Fahrprofil als von der jährlichen Kilometerzahl ab. Ein Diesel mit 20.000 Kilometern kann trotzdem die falsche Wahl sein, wenn diese Strecke aus vielen kurzen Fahrten besteht. Der Partikelfilter braucht regelmäßig ausreichend lange Fahrten mit betriebswarmem Motor, damit die Regeneration sauber funktioniert.

Wann der Benziner die bessere Wahl ist

Bei Stadtverkehr, Pendelstrecken unter 15 Kilometern und wechselnden kurzen Fahrten würde ich klar zum Benziner greifen. Er ist beim Kaltstart unkomplizierter und hat keine dieseltypischen Bauteile wie DPF, NOx-Sensorik oder komplexe Abgasrückführung.

Der 2.0-Liter wirkt im CX-5 nicht temperamentvoll, bleibt aber angenehm leise und direkt. Genau diese unaufgeregte Art wird oft unterschätzt. Wer keine Rennen fahren möchte und beim Überholen etwas plant, wird mit dem 165-PS-Modell normalerweise zufrieden sein.

Wann sich der Diesel rechnen kann

Ein 2.2 Skyactiv-D passt zu Fahrern, die häufig 30 Kilometer oder mehr am Stück fahren, regelmäßig Autobahn nutzen und vom kräftigen Drehmoment profitieren. Realistisch kann der Verbrauch je nach Modell und Tempo bei etwa 6 bis 7,5 Litern Diesel liegen.

Ich würde einen gebrauchten CX-5-Diesel trotzdem nur mit vollständiger Wartungshistorie kaufen. Probleme mit Injektordichtungen, Ölverdünnung, DPF, AGR, NOx-Sensoren oder Turbolader sind nicht bei jedem Fahrzeug zu erwarten, können im Einzelfall aber teuer werden. Für überwiegende Kurzstrecken ist der Diesel deshalb eine schlechte Wette.

Die wichtigsten Schwachstellen beim gebrauchten CX-5

Der CX-5 gilt insgesamt als solide, doch solide bedeutet nicht sorgenfrei. Beim Kauf prüfe ich zuerst den Motor kalt, weil sich Startverhalten, Rauchentwicklung und ungewöhnliche Geräusche bei warmem Fahrzeug leichter verstecken lassen.

Darauf achte ich bei den Benzinern

  • Ölstand und Ölverbrauch: Der Ölstand sollte plausibel sein und nicht deutlich über der Maximalmarkierung liegen.
  • Kaltstart: Unruhiger Lauf, metallische Geräusche oder auffällige Abgasfahnen sind Warnzeichen.
  • 2.5-Liter-Motor: Vereinzelt wurden gerissene Zylinderköpfe berichtet. Kühlmittelverlust und süßlicher Geruch im Motorraum müssen geprüft werden.
  • Leistungsgefühl: Ein 2.0-Liter ist konstruktionsbedingt eher drehzahlfreudig. Das ist nicht automatisch ein Defekt.

Besondere Risiken beim Diesel

Beim 2.2-Diesel schaue ich mir den Bereich um die Injektoren, den Ölstand und die Wartungsbelege besonders genau an. Ein steigender Ölstand kann auf Kraftstoffeintrag durch eine problematische DPF-Regeneration hindeuten. Außerdem sollte der Wagen unter Last gleichmäßig beschleunigen, ohne Ruckeln oder deutlichen Leistungsverlust.

Eine kurze Probefahrt reicht hier nicht. Ich würde den Diesel mindestens 20 bis 30 Minuten auf Landstraße und Autobahn bewegen und danach auf Warnleuchten, ungewöhnlichen Geruch und ungleichmäßigen Motorlauf achten. Bei Unsicherheit ist eine Kaufprüfung in einer unabhängigen Werkstatt günstiger als ein späterer Turbolader- oder Abgasschaden.

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Baureihenübergreifende Punkte

Auch Rostansätze am Unterboden, feuchte LED-Scheinwerfer, Probleme mit dem Totwinkelassistenten und verschlissene Fahrwerkskomponenten gehören auf die Checkliste. Die Beleuchtung ist bei älteren Fahrzeugen besonders interessant, weil ein kompletter Scheinwerfertausch schnell deutlich teurer wird als eine kleine Reparatur.

Beim Automatikgetriebe achte ich auf saubere Schaltvorgänge, verzögertes Einlegen der Fahrstufe und Ruckeln beim Rangieren. Ein CX-5 mit Automatik kann sehr angenehm sein, aber ein lückenloser Service ist wichtiger als eine besonders niedrige Kilometerzahl im Inserat.

Welche Motorisierung zu welchem Fahrertyp passt

Die Auswahl lässt sich am besten über konkrete Alltagssituationen treffen. Ein Motor, der im Test überzeugt, kann im eigenen Fahrprofil trotzdem die falsche Wahl sein.

Fahrprofil Meine Empfehlung Warum
Stadt und kurze Pendelstrecken 2.0 Benziner, 165 PS Einfacher und unempfindlicher bei häufigen Kaltstarts
Gemischte Nutzung bis etwa 20.000 km pro Jahr 2.0 Benziner oder 2.5 Benziner Weniger Dieselrisiken, gute Alltagstauglichkeit
Viele Autobahnkilometer 2.5 Benziner, 194 PS Mehr Reserven und entspannteres Fahren
Sehr hohe Laufleistung mit langen Strecken 2.2 Diesel, nur mit belegter Wartung Gutes Drehmoment und niedriger Verbrauch möglich
Regelmäßiger Anhängerbetrieb 2.5 Benziner mit AWD Mehr Kraftreserven und bessere Traktion
Neuwagenkauf 2026 2.5 e-Skyactiv-G mit 141 PS Aktuelle Technik, aber eher komfortorientierte Leistung

Allradantrieb ist beim CX-5 kein Ersatz für gute Reifen. Er hilft beim Anfahren auf Schnee, nasser Wiese oder unbefestigten Wegen, erhöht aber Gewicht, Verbrauch und Wartungsaufwand. Für normale Stadt- und Autobahnfahrten reicht der Frontantrieb völlig aus.

Meine Kaufempfehlung für den Mazda CX-5

Wenn ich heute einen gebrauchten CX-5 für den normalen deutschen Alltag auswählen müsste, würde ich nach einem 2.0 Skyactiv-G mit 165 PS suchen. Ein gepflegtes Fahrzeug der zweiten Generation mit nachvollziehbarer Historie ist für mich attraktiver als ein stärkerer, aber schlecht gewarteter Diesel.

Wer oft voll beladen fährt, lange Autobahnetappen absolviert oder einen Anhänger zieht, sollte den 2.5 Skyactiv-G mit 194 PS bevorzugen. Den 2.2-Diesel würde ich nur nehmen, wenn das Fahrprofil eindeutig passt und eine Werkstattprüfung keine Auffälligkeiten zeigt.

Beim Neuwagen ist der 141-PS-Benziner der aktuellen Generation die einzige Motorwahl, aber nicht unbedingt die souveränste. Er passt zu ruhigen Fahrern, die Komfort, Platz und eine entspannte Abstimmung höher bewerten als kräftigen Durchzug. Entscheidend bleibt am Ende nicht das Datenblatt, sondern der Zustand des konkreten Autos und eine Probefahrt mit kaltem Motor.

Häufig gestellte Fragen

Für die meisten Gebrauchtkäufer passt der 2.0 Skyactiv-G mit 165 PS am besten. Er eignet sich für Stadt, Landstraße und gelegentliche Autobahnfahrten und hat eine vergleichsweise überschaubare Technik.
Der 2.2 Skyactiv-D passt vor allem zu Vielfahrern mit häufigen Strecken von mindestens 30 Kilometern und regelmäßiger Autobahnnutzung. Bei überwiegender Kurzstrecke ist er wegen möglicher Probleme mit DPF, AGR, NOx-Sensoren, Injektoren und Turbolader keine gute Wahl.
Ja, der 2.5 Skyactiv-G mit 194 PS bietet mehr Durchzug und Leistungsreserven als der 2.0-Liter. Er eignet sich besonders für regelmäßigen Anhängerbetrieb, hohe Beladung und lange Autobahnfahrten, verbraucht aber meist etwa 1 bis 2 Liter mehr pro 100 Kilometer.
Der Motor sollte kalt gestartet werden, damit sich schlechtes Startverhalten, Rauch oder ungewöhnliche Geräusche zeigen. Zusätzlich sind Wartungshistorie, Ölstand, Kühlmittelverlust, Rost am Unterboden, feuchte Scheinwerfer, Fahrwerk und Automatikgetriebe wichtig. Einen Diesel würde ich 20 bis 30 Minuten unter verschiedenen Bedingungen probefahren und danach auf Warnleuchten und ungleichmäßigen Motorlauf achten.
Die aktuelle dritte Generation nutzt einen 2,5-Liter-e-Skyactiv-G mit 141 PS, 24-Volt-Mildhybridtechnik und 238 Nm Drehmoment. Der ADAC ermittelte 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer. Der Motor passt zu ruhigem Fahren, bietet bei voller Beladung aber nur begrenzte Durchzugsreserven.
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Autor Malte Breuer
Malte Breuer
Mein Name ist Malte Breuer und ich bringe 12 Jahre Erfahrung im Bereich Auto-Ratgeber, Wartung und Mobilität mit. Mein Interesse an Autos und deren Technik begann schon in meiner Kindheit, als ich meinem Vater beim Schrauben an unserem alten Familienwagen zusah. Diese Faszination hat mich dazu motiviert, mein Wissen über Fahrzeuge und ihre Wartung kontinuierlich zu erweitern. Ich schreibe über verschiedene Aspekte der Automobilwelt, von der regelmäßigen Wartung bis hin zu aktuellen Trends in der Mobilität. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich aufzubereiten. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche verschiedene Perspektiven, um meinen Lesern nützliche und präzise Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und jedem die Möglichkeit zu geben, die Welt der Autos besser zu verstehen.
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